Lateinamerika nach den Linksregierungen. Was nun?

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+++ Nürnberg +++

LATEINAMERIKA WOCHE 2020

Neoliberaler Fluch, Allheilmittel der Armutsbekämpfung oder Instrument nachhaltiger Entwicklung?

Vom Aufbruch, den die progressiven Regierungen in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern Anfang der 2000er Jahre ausgelöst hatten, ist nichts mehr übrig. Die Rechte hat die Macht zurückerobert und stampft die sozialpolitischen Erfolge der Linksregierungen ein. Doch auch Lula, Rousseff, Chávez, Morales, Ortega oder Correa konnten die Abhängigkeit Lateinamerikas vom Weltmarkt und seinen Konjunkturen nicht beenden, sondern setzten auf Extraktivismus und Inwertsetzung. Gegenüber den neuen Eliten gingen soziale Bewegungen auf Distanz. Heute, angesichts des Rechtsrucks, besteht möglicherweise die Chance auf Erneuerung eines linken Projekts in Lateinamerika, das sich auch in feministischen Kämpfen widerspiegelt.

Moritz Krawinkel ist Lateinamerikareferent bei der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international und besucht die Region regelmäßig.


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